Mi.,16.Juli, 18:00 Uhr ChristKönigkirche: Die neuen Abenteuer der Bremer Stadtmusikanten / Teatro Due Mondi

Theater: Die neuen Abenteuer der Bremer Stadtmusikanten / Teatro Due Mondi (Federica Belmessieri, Tanja Horstmann, Angela Pezzi, Maria Regosa, Renato Valmori)
Die neuen Abenteuer der Bremer Stadtmusikanten erzählen eine aktualisierte Version des altbekannten Grimmschen Märchens, in der es um Willkommensbereitschaft und Solidarität geht. Ein deutscher Esel, ein englischer Hund, eine italienische Katze und eine französische Gans, die den Hahn ersetzt (der “auf der Strecke geblieben ist”, wie mit dem berühmten Kanon Der Hahn ist tot verkündet wird), haben sich auf dem Marktplatz eingefunden, um gemeinsam zu musizieren. Mit ihren tierischen Liedern aus aller Herren Länder wollen die Musikanten ein paar Münzen für das Abendbrot einspielen. Live gesungen und vom Akkordeon begleitet reicht ihr Repertoire vom klassischen
Kinderlied (Auf unserer Wiese gehet was) über italienische und afrikanische traditionelle Melodien bis zum amerikanischen Music-Hall der 50er Jahre (How much is that doggie). Eines Tages begegnen die Musikanten einer verletzten Störchin, die vom Weg abgekommen ist. Sie trägt ein Baby im Schnabel,
das in einem fernen Land geboren wurde und bei seiner neuen Mutter abgeliefert werden soll, einer mysteriösen Madame Europa, die angeblich in der Willkommensstraße wohnt. Hier beginnt die Reise der Stadtmusikanten auf der Suche nach Madame Europa. Zunächst scheint es, dass es die Willkommensstraße gar nicht gibt, und auch die rätselhafte Mutter ist allseits unbekannt. Das Essen ist spärlich, die Sonne brennt und die Angst vor den Räubern erfordert viel Mut. Aber am glücklichen Ende der Geschichte wird das Ziel gefunden: die
Stadt, in der das Stück gespielt wird, wird zum Hort der Solidarität getauft, und das Baby findet ein Zuhause. Die neuen Abenteuer der Bremer Stadtmusikanten zeichnen sich durch Flexibilität aus: das Stück kann an sehr verschiedene
Rahmenbedingungen angepasst und auch draußen gespielt werden. Bühnenbild und Beleuchtung sind einfach gehalten. Die Theatermagie entsteht durch plastisches, körperliches Spiel, Masken, Musik und den direkten Kontakt zu den Zuschauer*innen, in deren Mitte die Akteur*innen in verschiedenen Szenen agieren. “Die klare Botschaft des Stückes ist die Willkommensbereitschaft gegenüber einem fremden Baby, unabhängig von seiner Herkunft und Hautfarbe. Sie wird auf lustige Weise übermittelt dank der Unbeholfenheit des Esels, der Tolpatschigkeit der Gans und der Naivität des Hundes, der sich immerzu mit der ungeduldigen Katze kabbelt. Die kleinen Zuschauer*innen ließen sich voll
und ganz einnehmen vom Spiel der Schauspieler*innen, die auch inmitten der Ränge agierten.” (Libertà)